Wissenswertes über Kamelien
Pflanz - und Pflegeanleitung
[Herkunft]
[Standort] [Boden] [Pflege]
[Winterschutz] [Schnitt]
Die
Herkunft:
Die Heimat der Kamelien ist Südostasien. Hier bringen die Sträucher
und teils Bäume ihre Blütenpracht genau in der Zeit zur Blüte,
in der bei uns eine eher graue triste Landschaft das Bild bestimmt. Dies
ist je nach Sorte von November bis Mai.
Die frühen Sorten sind in unserer Region eher für überdeckte
Plätze oder Wintergärten geeignet, da durch die stark schwankenden
Temperaturen und Schneefälle die offenen Blüten an ungedeckten
Plätzen oft braune Flecken bekommen.
Hingegen können wir die grössere Vielfalt, die ab Ende Januar
in den verschiedensten Farben und Formen blüht, bei uns auch ausgepflanzt
im Freiland geniessen.
Da Kamelien im Topf
kultiviert werden und in einer eher kühlen Jahreszeit erhältlich
sind, landen sie oft automatisch im Wohnbereich. Dies ist jedoch der denkbar
ungeeignetste Platz für eine Kamelie.
Oft sind die Gründe für das leidige Abwerfen der Knospen und
Blätter in der Wohnung eine nicht ausreichende
Luftfeuchtigkeit bei zu warme Temperaturen.
Hingegen fühlen sie sich an geeigneten Plätzen im Garten, in
Treppenhäusern, Hauseingängen und Wintergärten überaus
wohl.
Denn Kamelien sind durchaus in der Lage bei den richtigen Vorraussetzungen
Temperaturen von bis Minus 15° zu ertragen.
Durch die Wahl eines klimatisch günstigen Standortes im Garten und
durch einige gar nicht allzu aufwendige Frostschutzmassnahmen können
viele Kameliensorten auch unsere Winter unbeschadet überstehen.
Standort, Boden, Düngung und Zustand der Pflanze beim Eintritt des
Winters sind von grosser Bedeutung .
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Der
Standort:
Kamelien lieben helle und lichte, aber absonnige Standorte. Eine kuschelige
Ecke unter hochkronigen Bäumen, hinter Hecken oder in der Nähe
von Hauswände wären gute Plätze.
Eher ungeeignet als Pflanzplatz sind Flecken unter Birken oder hohen Tannen,
da diese mit ihrem flachen Wurzelwerk nicht viel Freiraum lassen für
andere Pflanzen.
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Der
Boden:
Hat man nun einen geeigneten Standort gefunden, geht es an die Pflanzvorbereitung.
Ausgepflanzt werden sollte nach der Blüte und den letzten Spätfrösten.(ca
Mai- Ende Juli). In dieser Zeit ausgesetzte Pflanzen haben genügend
Zeit, bis zum Herbst ausreichend im Boden zu verwurzeln.
Das Pflanzloch bei schweren und kalhaltigen Böden sollte ca. 2-3x
so breit wie der Topfballen und doppelt so tief
ausgehoben werden. Eine Drainage von ca 10-15cm aus Kies, Schotter oder
alten Tonscherben ist in schweren Böden empfehlenswert.
Kamelien lieben humose,durchlässige, leicht saure Böden. Zum
Mischen eines solchen Substrats ist Kompost, Moorbeeterde Rindenkompost,
Torf oder der Torfersatz Kokos möglich.
Achtung: Der Pflanzballen der Kamelien sollte nicht tiefer in die Erde
gepflanzt werden, als er im Topf war.
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Pflege:
Falls möglich lieber mit Regenwasser giessen da das Leitungswasser
bei uns recht kalkhaltig ist. (Oder abgestandenes Wasser)
Im Sommer sollte darauf geachtet werden, dass der Wurzelballen nie ganz
austrocknet. Auch ein gelegentliches Ueberbrausen der Pflanzen hilft die
Sommerhitze gut zu überstehen.
Bei einem trockenen Herbst sollte gut gegossen werden, da die Kamelien
mit ihren wintergrünen Blättern und Knospen (die ab August gebildet
werden) auch im Winter feucht brauchen.
Und oft ist es uns
nicht möglich im Winter bei Frost Wasser zu geben. Deshalb ist ein
gut feuchtes Einwintern von Vorteil.
Gedüngt wird
nur während der Wachstumsphase (Mai-August). Vorallem Stickstoff
wird benötigt. Am Einfachsten ist es jedoch mit einem Langzeitvolldünger
wie Osmocote oder Tardit zu düngen. Diese haben eine Wirkungsdauer
über mehrere Wochen. Deshalb braucht es diese maximal 1-2 mal pro
Saison. Flüssigdünger sind eher ungeeignet.
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Winterschutz:
Eine Abdeckung des Bodens über dem Wurzelballen mit Stroh, trockenem
Laub, oder Tannästen, vermindert das Durchfrieren des Bodens erheblich.
Pflanzen die in Töpfen stehen, sollte vor allem auch der Topf mit
einem Jutesack oder Vlies eingepackt werden. Den wenn der Wurzelballen
im Winter vollkommen durchgefriert, nimmt die Pflanze meist Schaden.
Die
Pflanze selber kann, falls sie nicht geschützt steht, mit einem Vlies
oder Tannenreisig eingepackt werden um Sie vor Wintersonne oder kalter
Biese, die austrocknet zu schützen.
Jedoch nicht zu eng, damit trotzdem eine gute Luftzirkulation möglich
ist und die Pflanze mit den neuen Knospen eine schöne Form behält.
Auf keinen Fall Plastiksäcke oder Folie verwenden, da kein Atmen
der Pflanze darunter möglich ist. (Fehlende Luftzirkulation und Bildung
von Kondenswasser)
Der Winterschutz sollte je nach Wetter Mitte bis Ende Februar entfernt
werden.
Denn auch unter dem Vlies kann es zu Trockenschäden kommen, wenn
wir sehr warme Tagestemperaturen haben, und die Pflanze unter dem Vlies
Stauwärme bekommt. Das heisst, wenn die Nachttemperaturen nur noch
leicht um den Gefrierpunkt rum sind, abdecken.
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Der
Schnitt:
Ist bei einer
Kamelie einmal ein Rückschnitt nötig, sei es um eine bessere
Verzweigung zu erhalten oder weil sie zu gross wird, so soll nur direkt
nach der Blüte geschnitten werden.
Bei einem Schnitt zu einem späteren Zeitpunkt geht der Knospenansatz
für das kommende Jahr verloren.
Bei einem duchtreiben von neuen Trieben während der Knospenreife
(ab August), kann man diese seitlich ausbrechen.
So nun wünschen
wir Ihnen viel Erfolg und Freude an der grossen Vielfalt der Kamelien.
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